Innere Antreiber

Innere Antreiber. Frau die sich die Hände an den Kopf hält und sich getrieben fühlt.

Welches Label trägst Du? Bist Du vielleicht bekannt als Perfektionist:in, als Sonnenschein, oder vielleicht als fleißiges Bienchen? Oder doch etwas ganz anderes? Der Grund für diese Label sind meist unsere primären Verhaltensweisen. Unsere inneren Antreiber. Fleißig und besonnen zu sein sind große Stärken, und auch die Gewissenhaftigkeit des Perfektionisten ist unschlagbar. Doch genau dies kann im Übermaß zu Überforderungen, Krankheit und Burn-out führen.

Genau aus diesem Grund möchte ich Dir heute die inneren Antreiber vorstellen und Dir mögliche Wege zeigen, gesund mit ihnen umzugehen.

"Zahme Vögel träumen von der Freiheit, wilde Vögel fliegen"
unbekannt

Alles auf einen Blick:

  1. Die inneren Antreiber und ihre Stärken
  2. Wie sie Dir schaden können
  3. Woher kommen sie eigentlich?
  4. Wie finde ich Balance?

1. Die inneren Antreiber und ihre Stärken

Laut der Transaktionsanalyse gibt es fünf verschiedene innere Antreiber, die sich durch ihre Ausdrucksweise im Verhalten und Erleben des Menschen unterscheiden. Hierbei charakterisiert sich jeder Antreiber durch Eigenschaften, die durchaus als große Stärken gewertet werden können:

 

  • Sei perfekt!: Menschen mit diesem Antreiber ist die Genauigkeit, Gewissenhaftigkeit und Fehlerlosigkeit sehr wichtig. Sie sind im Stande, große Leistung zu erbringen.
  • Sei gefällig!: Diese Menschen glänzen vor allem durch ihre Freundlichkeit, Nahbarkeit und Liebenswürdigkeit. Diese Menschen sind oft die „gute Seele“ einer Institution.
  • Streng Dich an!: Hier steht vor allem das Durchhaltevermögen und der Ehrgeiz im Vordergrund. Menschen mit diesem Antreiber sind zudem sehr gründlich und genau.
  • Sei stark!: Menschen mit diesem Antreiber definieren sich vor allem über ihre Unabhängigkeit und Stärke. Sie sind die Person, die selbst bei hohem Leistungsdruck noch das Pokerface beibehalten.
  • Beeil Dich!: Dieser innere Antreiber charakterisiert sich durch die Schnelligkeit und auch Hektik des Menschen. Hier ist der Wunsch groß, alle Chancen nutzen zu wollen und das bitte in kürzester Zeit.

 

All diese Eigenschaften scheinen für die entsprechenden Personen große Vorteile zu haben. Doch wenn man von inneren Antreibern spricht, beschreibt es ein übermäßiges Ausleben dieser Eigenschaften. Die Person entscheidet sich nicht dafür, freundlich oder gründlich zu sein, sie wird von ihrem Antreiber regelrecht dazu gezwungen. Und genau hier liegt das Problem. 

Innerer Antreiber Test

Wenn Du wissen möchtest, welche Deine primären inneren Antreiber sind, mache hier gerne den Test:

2. Wie sie Dir schaden können

Zuerst darfst Du wissen, dass kein Mensch dauerhaft von seinen inneren Antreibern beeinflusst wird. Sie werden vor allem in bestimmten Situationen getriggert. Dies passiert vermehrt in Konflikt- oder Stresssituationen. Die meisten Menschen verspüren jeden dieser Antreiber, doch auch hier sind sie bei jedem Menschen verschieden stark ausgeprägt.

 

Das große Problem der inneren Antreiber ist, dass sie auch in Situationen, die wir nicht beeinflussen können, vollkommene Erfüllung beanspruchen. Beispielsweise wirst Du nie in der Lage sein zu bestimmen, ob andere Menschen Deine Arbeit als perfekt wahrnehmen. Denn Perfektion ist eine Illusion und liegt zudem im Auge des Betrachters. Wirst Du nun von dem inneren Antreiber des „sei perfekt!“ geleitet und ein Kollege kritisiert Deine Arbeit, führt dies zu unangenehmen Emotionen. 

3. Woher kommen sie eigentlich?

Wie so Vieles, haben wir die inneren Antreiber meist in unseren jungen Jahren verinnerlicht.

Warst Du beispielsweise als Kind im Leistungssportbereich tätig und hast beobachtet, dass Du nur Aufmerksamkeit von deinen Eltern bekommst, wenn Du Preise mit nach Hause bringst? Dann hat sich daraus wahrscheinlich der innere Antreiber des „sei perfekt“ entwickelt. Oder bist Du mit dem Glaubenssatz aufgewachsen, dass Du nur dann sprechen darfst, wenn die Erwachsenen nicht sprechen? Dann kann dies den „sei gefällig“ Antreiber bedingen.

4. Wie finde ich Balance?

Doch was man einmal erlernt hat, kann man auch wieder verlernen. Diese Verhaltensweisen sind nach Jahren zur Routine geworden und daher ist dies meist kein Spaziergang. Doch man kann ihnen die Kontrolle nehmen. 

 

1. Bewusstsein schaffen:

Zum einen ist es erst einmal wichtig sich bewusst zu machen, welche Deine primären Antreiber sind.

  • Wo treten sie auf und wie fühlen sie sich an?
  • Wie reagiert mein Körper: Werden meine Hände schwitzig? Verkrampfe ich meinen Körper?
  • Woher kommen sie?
  • Welche Glaubenssätze sind damit verbunden?

Diese Fragen helfen Dir einmal zu realisieren, was genau der Ist-Zustand ist.

2. Vorteile in ihnen sehen:

Mache Dir einmal bewusst, welche positiven Eigenschaften Dein innerer Antreiber mit sich bringt. Inwiefern möchtest Du diese beibehalten und inwiefern sind sie große Stärken?

Stelle Dir nun einmal vor, wie es ist, wenn Du diese Stärken ohne Zwang und ohne Schuldgefühle einsetzten kannst. Es zu wollen, ohne es zu müssen.

3. Bewusstsein in den entsprechenden Situationen schaffen:

Dann ist es wichtig, sich genau in den entsprechenden Situationen dieses Bewusstsein zurückzurufen und innezuhalten. Möchte Dein CEO, dass Du mal eben noch schnell die Projektbilanzen zu Ende bringst, obwohl Du bereits seit über einer Stunde Feierabend hast? Halte hier einmal inne. Spüre den inneren Antreiber des „gefällig und perfekt seins“ und höre auf Dein Gefühl. Hast Du heute die Kraft, dies noch zu tun? Oder ist es gerade an der Zeit für Dich eine wichtige Grenze zu kommunizieren, sodass Du Dich nicht maßlos überarbeitest?

Rufe Dir auch hier noch einmal in Erinnerung, dass Dein Wert nicht von Deinen Verhaltensweisen abhängig ist. Dies ist eine Tücke des Antreibers. Du bist und bleibst wertvoll, egal was Du tust!

 

Wichtig ist: Sei hierbei geduldig mit Dir selbst. Diese inneren Antreiber haben Dich ein Leben lang begleitet und können nicht von heute auf morgen abgestellt werden. Doch Schritt für Schritt sorgt dessen Auflösung für mehr Freiheit. Die positiven Eigenschaften können durchaus erhalten bleiben. Ein gewissenhafter und freundlicher Mensch zu sein ist eine große Stärke. Diese geht nicht verloren. Du nimmst ihr nur den Zwang. 

 

Fazit

Innere Antreiber können uns schon ganzschön übel mitspielen. Sie können viel Stress, Angst und zwanghaftes Verhalten hervorrufen. Doch mit etwas Übung können sie die Macht verlieren und wir gewinnen die Kontrolle über die positiven Eigenschaften zurück. Wir können lernen, Grenzen zu setzen und auf unsere Gefühle zu hören. Die Reise ist holprig, doch sie ist es wert!

Unterschrift von Nadine

PS: Wenn Du gerne mehr Details zu dem Thema haben möchtest, schaue gerne auf dieser Webseite vorbei.

Quellen

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