4 Gründe, inwiefern emotionale Sensibilität auch gut sein kann

Hochsensibilität - Emojis mit verschiedenen Emotionen

Hast Du auch manchmal das Gefühl, dass Stress Dich schnell überwältigt? Und fühlst Du Dich oft auch einfach von den kleinsten Dingen überfordert? Bringt Dich Kritik noch dazu schnell aus der Fassung?
Dann können dies Zeichen für emotionale Sensibilität sein.

Was ist emotionale Sensibilität?

Ich habe dies als Synonym für den von Eysenck geprägten Begriff des Neurotizismus verwendet. Beides weist auf eine Persönlichkeitseigenschaft hin. Charakterisiert wird sie zum Beispiel darüber, dass man eher ängstlich, labil und nervös auf äußere Einflüsse reagiert.

Grund hierfür ist laut dem Psychologen eine erhöhte Aktivität im limbischen System. Dies ist ein Teil des Gehirns, welcher unter anderem die Steuerung von Emotionen, Motivation und dem Lernen übernimmt. Auch steuert er das Affektverhalten und den Schlaf-Wach-Rhythmus.

Der Test

Der Psychologe Eysenck hat hierfür einen Test entwickelt, in dem man seine Ausprägung der emotionalen Sensibilität erkennen kann. Wie bei allen Tests ist auch dieser nicht 100% akkurat, doch er gibt Dir eine Tendenz. Wenn Du denn Test machen möchtest habe ich hier den Link für Dich:

Und wie siehts aus? Bist Du eher emotional sensibel? Okay! Dann schauen wir uns jetzt einmal an, wie Du diese Eigenschaft zu Deinem Vorteil nutzen kannst.
Denn entgegengesetzt der allgegenwärtigen Ansichten ist dies keineswegs nur nachteilig.

Gründe auf einen Blick

Grund 1: Emotionen verbergen ist nicht Dein Ding

Grund 2: Empathie? Kein Problem für Dich!

Grund 3: Emotionale Sensibilität als Schlüssel zur Kreativität und Problemlösung

Grund 4: Gesünder und länger Leben dank Sensibilität

Grund 1: Emotionen verbergen ist nicht Dein Ding

Warum ist das gut? Denn wenn es Dir schwerfällt Deine Emotionen hinter verschlossenen Türen zu halten, bist Du gezwungen, sie zu kommunizieren. Und genau das macht gute Leader aus. Dies ist Dein Schlüssel zur Menschlichkeit, Empathie und Verständnis. Und wer arbeitet nicht gerne mit jemanden zusammen, der ganz offen und ehrlich das kommuniziert, was in ihm/ihr vorgeht.

Blogpost

In diesem Bezug ist emotionale Sensibilität ein möglicher Weg Deinen Mitmenschen auf Augenhöhe zu begegnen und ein (Arbeits-)Klima zu schaffen, das Spaß macht!

„Sei du selbst, alle anderen sind bereits vergeben““
Portrait von Oscar Wilde
Oscar Wilde

Grund 2: Empathie? Kein Problem für Dich!

Wenn Du Emotionen stärker wahrnimmst und gerade gegenüber negativen Emotionen sensibel bist, kann das ein wichtiger Schritt zur Empathie sein. Denn wir Menschen fühlen uns am verletzlichsten, wenn wir uns „schlecht“ fühlen.
Und wenn genau in diesen Momenten jemand da ist, der uns wirklich versteht, hilft das mehr als alles andere. Es ist Balsam für die Seele und das auch am Arbeitsplatz. Es schweißt Menschen zusammen, bringt sie nähe. Zudem stärkt es die Verbindung und das Gefühl von Gemeinsamkeit und Menschlichkeit. Außerdem fühlen sich Menschen von Dir eher verstanden, gesehen und ernst genommen.
Wichtige Aspekte eines gemeinsamen Arbeitens und Zusammenlebens.

Deshalb merke Dir: Deine starke emotionale Reaktion und Dein starkes Empfinden können Dir dabei helfen, andere besser zu verstehen. Und genau bei diesen Gefühlen dann für sie da zu sein und sie emotional zu unterstützen.

Grund 3: Emotionale Sensibilität als Schlüssel zur Kreativität und Problemlösung

Eine Gruppe Wissenschaftler:innen stellten eine Hypothese auf, die besagt, dass Neurotizismus und Kreativität durchaus zusammenhängen können. Denn Menschen mit einem höheren Punktewert auf der Skala der emotionalen Sensibilität, denken mehr nach. Dies ist vor allem relevant, wenn es um die Frage nach Problemlösungen geht.

Diesen Menschen fällt es oft leichter Situationen zu evaluieren und zu analysieren. Zudem sind sie es bereits gewöhnt viel Zeit damit zu verbringen und empfinden dies als ganz natürlich.

Somit kann Deine emotionale Sensibilität dazu beitragen, dass Du Probleme besser und effektiver löst. Und zudem in manchen Bereichen kreativer denken und handeln kannst als andere Menschen. 
Wenn Du mehr dazu erfahren möchtest, schau gerne mal bei diesem Artikel vorbei.

Grund 4: Gesünder und länger Leben dank Sensibilität

Emotionale Sensibilität (aka Neurotizismus) ist einer der Persönlichkeitsmerkmale in dem Test der Big Five. Ein weiteres Merkmal ist die Gewissenhaftigkeit. Diese charakterisiert sich durch eine eher wachsame und vorsichtige Verhaltensweise. Zudem bedingt es die Neigung, Aufgaben richtig erfüllen zu wollen und Verpflichtungen nachzugehen. Menschen mit einer hohen Ausprägung in dem Bereich sind tendenziell sehr organisiert, fleißig und verlässlich.

 

Bist Du nun emotional sensibel und zusätzlich auch gewissenhaft, kann dies folgende Vorteile in Bezug auf Deine Gesundheit haben:

 

  • Du wägst Entscheidungen auch in Bezug auf Deine Gesundheit länger ab und triffst dadurch meist bessere Entscheidungen.
  • Zudem fühlst Du Dich eher „verpflichtet“ Behandlungen und Arzttermine bei einer Krankheit aufzusuchen als Menschen, die weniger gewissenhaft sind.
  • Spürst Du eine Veränderung in Deinem Wohlbefinden, ist es zudem wahrscheinlicher, dass Du dies ernst nimmst und entsprechende Schritte einleitest.

 

Somit kann dies eine Kombination von Eigenschaften sein, die Dir auf lange Sicht sogar dabei helfen, gesund zu bleiben. Zudem kannst Du durch Deine Gewissenhaftigkeit auch andere dazu inspirieren, Ihre Gesundheit mehr zu priorisieren und sich besser um sich zu kümmern.

„Du musst wissen, dass du gut genug und es wert bist. Wenn du einmal meisterst an dich selbst zu glauben, kann keiner diese Liebe von dir stehlen.“
Alex Elle

Fazit

Wie Du nun siehts, hat emotionale Sensibilität doch auch Vorteile, die Du zu Deinem Nutzen verwenden kannst. Man muss sich derer nur bewusst werden. Und ich möchte die Gefahren hierbei gar nicht absprechen. Hohe Neurotizismuswerte können dazu führen, dass Du eher zu depressiven Verstimmungen und Angststörungen neigst. Doch mir ging es primär darum, auch mal etwas Licht auf die andere Seite der Medaille zu scheinen und zu zeigen, was durchaus positiv daran ist. 

Unterschrift von Nadine

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